Weiterführende Informationen:

 

Kinder für Yoga zu begeistern ist in der Regel eine einfache Sache. Kinder sind von Natur aus neugierig, offen und saugen Neues auf wie ein Schwamm. Jugendliche sind auf den ersten Blick scheinbar genau das Gegenteil: verschlossen, abgeneigt, gelangweilt.

Die Kindheit verabschiedet sich, alte Sicherheiten brechen weg. Ein neuer Orientierungsprozess beginnt. Alles befindet sich im Wandel – Pubertät. Sowohl körperliche, mentale als auch psychische Prozesse sind davon betroffen

Als Jugendalter oder Adoleszenz bezeichnet man in der Entwicklungspsychologie in der Regel jenen Altersabschnitt, der sich an die späte Kindheit anschließt und die Altersspanne vom vollendeten 14. Lebensjahr bis zum Erwachsenenalter umfasst. In die Jugendzeit fallen die Pubertät, das Ende der Schulzeit, der Beginn der Berufsausbildung, die Abnabelung vom Elternhaus und die Identitätsfindung.

Die Körperlichen Veränderungen gehen zumeist mit emotionaler und motivationaler Unausgeglichenheit einher und nicht selten kommt es gerade in diesem Alter zu Fehlhaltungen, Steifheit, Skoliose, Gewichtsproblemen und anderen Anpassungsstörungen. Auch geistige beschäftigt man sich als junger Mensch mit Grenzerfahrungen und der Suche nach seiner eigenen Identität

Junge Menschen haben in dieser Zeit ausgeprägte Bedürfnisse, einige davon sind:

-             Das Bedürfnis nach Geborgenheit

-             Das Bedürfnis nach Kreativität

-             Das Bedürfnis nach Identität und Selbstfindung

-             Das Bedürfnis nach Orientierung

Im Querschnitt, das Bedürfnis nach Anerkennung.....

 

Wie kann Yoga diese Entwicklung unterstützen?

 

Der Alltag von Kindern und Jugendlichen wird in der Schule von verschiedenen Stressoren und zunehmend von innerer Unruhe bestimmt. Viele Schüler verfügen nicht mehr über die Fähigkeit, eigenständig zur Ruhe zu gelangen. Die Praxis des Yoga hat positive Auswirkungen auf Haltung und Einstellungen, auf Aufmerksamkeit und Konzentration. Es ist auch en weg der Selbstfindung. Yoga kann darin zu unterstützen, gesunde, selbstbewusste und selbstbestimmte Erwachsene zu werden. Zudem kommt langes sitzen und Bewegungsarmut. Ein gut strukturierter Yoga-Unterricht, der die besondere Situation von Heranwachsenden berücksichtigt und auch die nötige Flexibilität hat, kann ihnen unterstützend helfen:

 

  • Kraftspendende Übungen können helfen wenn man müde und abgespannt, lustlos und antriebsarm ist. Kräftigende Körperübungen lassen den Körper intensiv erleben und geben unmittelbares „Feedback“ über die eigenen Möglichkeiten und Grenzen und diese Entspannter anzunehmen.

  • Übungen die die Konzentration und Focusierung hervorheben, die Aufmerksamkeit und Achtsamkeit schulen und die Selbstwahrnehmung unterstützen.

  • Meditative Übungen helfen um sich zu zentrieren und das Denken zur Ruhe zu bringen. – das Denken zu entknoten.

  • Entspannungseinheiten, Traumreisen Loslassen und abschalten von vielfältigen Anforderungen, eine gezielte Stressprophylaxe

  • Jugendliche im Allgemeinen befinden sich in einem fortlaufenden Selbstfindungsprozess. Yoga und die Auseinandersetzung mit „yogischen Themen“ können dabei helfen sich selbst in der Welt anders wahrzunehmen. Es kann bei der „Selbstfindung“ unterstützen. Da Yoga wesentliche positive Werte vermittelt, die sowohl ein gutes Miteinander unterstützen als auch die Selbstfürsorge.

 

Es gibt einen enormen Bedarf an Techniken, die Jugendliche bei ihrer Selbstfindung unterstützen und ihnen helfen können, nicht im wachsenden Leistungsdruck zu ertrinken.

Yoga wirkt sich sehr positiv auf das Sozialverhalten aus, hin zu mehr Achtsamkeit und Toleranz sowie zu gegenseitigen Respektieren in der Gruppe.

Die Fähigkeit sich selbst besser reflektieren kann gestärkt werden und sich mit inneren Konflikten wohlwollend auseinanderzusetzten. Zum Beispiel mit Wut oder Trauer oder auch Aggressionen.

In der Vielfalt den eigenen Standpunkt finden, dass Anderssein als Normalität sehen, Geduld entwickeln, befreiter sein von Sorgen und Unwohlsein.  Dankbarkeit, Mitgefühl, Widerstands- und Willenskraft stärken.

 

Yoga steht in einem deutlichen Gegensatz zum Sportunterricht: Wettkampf ist kein Thema.

 

 

Der Yogalehrer als Vorbild mit Identifikationsfunktion, eine kooperative Beziehung zu Jugendlichen eingehen

„Man kann niemanden etwas lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu finden." 
- Galileo Galilei    

Jugendliche entwickeln zunehmend mehr Selbständigkeit  und brauchen gerade dafür ein hohes Maß an wertschätzender Begleitung und Aufmerksamkeit durch Erwachsene. Ankoppeln an die Welt von Jugendlichen heißt, sich einzulassen auf ihre Welt, auf ihrem Lebenskontext, auf ihre ureigene Art der Logik, wie sie Dinge sehen und bewerten. In dieser ersten Stunde geht es nur darum sich kennenzulernen, zuhören und ins Gespräch kommen.

  • Kennenlernen steht im Vordergrund, eventuelle kommt man erst im Laufe des Kurses zum tatsächlichen Üben

  • Wertevermittlung ohne ein zu viel an neue Konzepte oder Religion

  • Ein Forum für Probleme dienen kann die sonst im Alltag keinen oder wenig Raum finden

  • Humor, lachen, schweigen. Die positiven Eigenschaften hervorheben…

  • Der Unterricht ist motivierend und didaktisch und methodisch auf die Welt junger Menschen ausgelegt in einer sehr wertschätzenden Atmosphäre

  • Eventuell Reflexion nach der Stunde. Es kann hilfreich sein nicht im System Schule zu sein, um einen anderen Blick zu haben.

 

Jugendliche wollen ernst genommen werden mit ihren Fähigkeiten. Wichtig ist, dass Jugendliche zu uns Vertrauen haben können. Vertrauen haben, heißt auf gleiche Augenhöhe mit ihnen zu arbeiten.

© Andreas Martin; LebensCosmos; Fliederweg 5; 72072 Tübingen; 0049/178/4551516

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