Baumgeistwelten

 -the spirit of trees-

Der Baum spielt seit Urzeiten eine vielfältige Rolle in vielen Sagen und Mythen unterschiedlicher Kulturen. Er ist untrennbar mit dem Menschen verbunden. Er steht sinnbildlich für diverse Aspekte des menschlichen Seins. Auch in der heutigen Zeit hat er eine gesellschaftliche Dimension, die diese Verbundenheit zum Ausdruck bringt.

Baumgeistwelten ist ein Artwork von Andreas Martin. Spiegelungen von alten Baumwesen gefunden auf vielen Reisen sprechen ihre eigene Sprache und dürfen die Fantasie des meditativen Betrachters anregen. Der Blick des Künstlers schweift in die Unendlichkeit, sieht Formen, Farben und Strukturen, eine sich korrespondierende Persönlichkeit. Lebensmuster in der Natur, tiefer werdende Strukturen… ein neuer Kosmos entfaltet sich, eine transzendente Wirklichkeit....

Im Spiegel der Natur erkennen wir uns selbst. Natur hat die Fähigkeit unser Selbst zu reflektieren, wer kann dies nicht bei einem Gang in die Natur bestätigen! Die Bilder wirken vertraut auf uns und doch befremdlich. Der aufmerksame Betrachter sieht Wesenheiten wie von anderen Welten und sie sind doch bekannt.

Wälder und Bäume haben seit Urzeiten Spuren in Spiritualität und Prosa vieler Völker hinterlassen: Sie wurden als beseelt und voller unergründlicher Kräfte erlebt; bis in die heutige Zeit werden Bäume als Sitz von Naturwesen verehrt. Das Sinnbild des so genannten Weltenbaums gehört zur Mythologie vieler Kulturen und ist ein altes Symbol der kosmischen Ordnung:

Seine Wurzeln reichen tief in die Erde und seine Wipfel berühren oder tragen bildlich den Himmel.

Bäume in der Mythologie als Sinnbild der Unsterblichkeit

Bäume stehen seit jeher für den ewigen Kreislauf des Lebens, für das Vergehen und Werden und für Unsterblichkeit. Nach jedem Winter ergrünt er aufs Neue. Nicht von ungefähr erwachte Siddharta Gautama ausgerechnet unter einem Baum sitzend und wurde so erleuchtet zum Buddha. Verschiedene Völker sahen Bäume sogar als die Urahnen der Menschen an: Die Germanen glaubten, zwei vom Meer angespülte Baumstämme, eine Esche und eine Ulme, seien, von den Göttern beseelt, zu den ersten Menschen geworden. Bei den Kelten Irlands waren es eine Erle und eine Eberesche, während man in Persien glaube, die ersten Menschen Meschia und Meschiane seien aus einem Baum mit eng umschlungenen Ästen entstanden. Anders herum werden Menschen in Märchen und Legenden nach Ihrem Ableben oftmals wieder zu Bäumen. 

Bäume sind Gedichte,
die die Erde in den Himmel schreibt.

Khalill Gibran

© Andreas Martin; LebensCosmos; Fliederweg 5; 72072 Tübingen; 0049/178/4551516

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